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Mittwoch, 16 Oktober 2019
 
 
Unsere aktuelle Sendung am Sonntag, 21. Januar 2018, 19:04 Uhr PDF Drucken E-Mail

Und das ist das Thema im „KiloWatt“-SonnTalk:

Profanierung – Wenn Kirchen nicht mehr gebraucht werden!

Wenn in Kirchenkreisen von Profanierung gesprochen wird, dann macht sich unwillkürlich Betroffenheit breit. Denn eine Profanierung bedeutet die Entweihung und Entwidmung sakraler Gegenstände und Bauten wie Kirchen und Kapellen. Meist haben die betroffenen Gemeindemitglieder zu diesem Zeitpunkt bereits einen weiten und schweren Weg hinter sich gebracht. Und auch wenn es sich um einen schweren und zumeist emotional stark aufgeladenen Schritt handelt, der nicht ohne langjährige Abwägung erwogen wird, so sind doch in den letzten 25 Jahren in Wuppertal bereits etliche Kirchen und Gemeindehäuser ent- bzw. umgewidmet worden. Allerdings waren es fast ausschließlich Gebäude der evangelischen Gemeinden. Pfarrer Werner Jacken, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Wuppertal, führt eine umfangreiche Liste mit den Bauten, die nicht mehr in ihrer ursprünglichen Funktion genutzt werden oder sogar abgerissen wurden. Warum es ihm ob dieser Situation nicht allzu schwer ums Herz wird, verrät er im aktuellen Studiogespräch „KiloWatt“-Moderator Eduard Urssu.

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Werner Jacken: „Wenn wir Kirchen aufgeben, dann die historischen zuletzt." Foto: Eduard Urssu

Das deutsche Wort „profan“, von dem sich der Begriff „Profanierung“ ableitet“, ist seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Welche Bedeutung es zudem für weitere Religionen hat, fasst Dirk Domin kompakt zusammen.

Der Seelsorgebereich Wupperbogen-Ost hatte sich bereits mit der Situation abgefunden, die Kirche St. Petrus in Laaken aufzugeben. Der demografische Wandel, die ungünstige Anbindung an den ÖPNV und der beschwerliche Zugang über viele Stufen hinauf zum Kirchenportal, machten den modernen Sakralbau wenig attraktiv für Kirchenbesuche. Die Folge war maximal eine Messe im Monat, und selbst die war nur mäßig bis schlecht besucht.

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St. Petrus: zu viele Stufen zum Altar.

Im Jahr 2015 hat die Gemeinde dann die Profanierung der Kirche beantragt. Seitdem ist aber viel passiert. Die Kirche wird wieder gut besucht und die Profanierung ist noch für zwei Jahre ausgesetzt. Eine erfreuliche Entwicklung, die in direktem Zusammenhang mit den zahlreichen christlichen Flüchtlingen aus dem Arabisch sprechenden Raum steht. Ein Beitrag von André Müller.

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Profanierung aufgeschoben: (v.l.) B. Kurth, R. Penk, H. Brack und W. Kleine. Fotos: André Müller

„Ein schöner Dom, der von Baggern zerstört wird. Die Kirche zerfällt zu Staub, die vergangene Pracht wird zunichtegemacht. Auch eine Kirche geht den Weg alles Weltlichen, sie kann profaniert werden. Dass eine Kirche kein Gotteshaus mehr sein kann, wird im Kirchenrecht geregelt“, erläutert der Theologe Dr. Till Magnus Steiner in seinem aktuellen Blog-Beitrag – zum Lesen und Hören - auf www.dei-verbum.de.

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Dr. Till Magnus Steiner betrachtet die Profanierung aus theologischer Sicht. Fotos: TMS/CityKirche

Die „KiloWatt“-Playlist:


Gordon – Hand an den Sternen
Charles Aznavour – Gitana, Gitana
Coldplay – Always In My Head
Silbermond – Nichts passiert
Prince – Purple Rain
Bonnie Tyler - Total Eclipse Of My Heart
Andreas Kümmert – Train To Nowhere
Gossip – Fire With Fire
Hannes Wader – Nah dran

Es moderiert Eduard Urssu. 


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