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Mittwoch, 29 Juni 2022
 
 
Unsere aktuelle Sendung am Samstag, 16. April 2022, 20:04 Uhr PDF Drucken E-Mail

Und das ist das Thema der Sendung:

Romanrealität – „Die Kastanien von Charkiw“

Schon oft war der Wuppertaler Autor Michael Zeller in der Ukraine – zuletzt 2019. Seine Eindrücke hat er in einem Buch niedergeschrieben und es im Herbst 2021 veröffentlicht. Damals war noch Frieden – heute befindet sich dieses Land im Krieg mit Russland. Grund genug, das Werk vorzustellen und die Hintergründe mit Michael Zeller zu besprechen. Er ist zu Gast im „KiloWatt“-Studio.

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Michael Zeller beobachtet viel und genau – und kleidet es dann oftmals in die richtigen Worte. Dann entsteht ein Buch. Schriftsteller ist sein Beruf. Nicht immer war das so: Hier Stationen seines Lebens, die Sibyl Quinke zusammengefasst hat:  

Geboren wurde Michael Zeller am 29. Oktober 1944 gegen Ende des Krieges in Breslau. Von 1965 bis 1974 studierte er Literatur, Philosophie und klassische Archäologie in Marburg und Bonn. Nach seiner Promotion war er an der Nürnberger Universität als Dozent tätig. 1981 folgte die Habilitation zum Thema „Gedichte haben Zeit. Aufriss einer zeitgenössischen Poetik“. Parallel dazu veröffentlichte er in der FAZ Literaturkritiken.

1982 trifft er eine nachhaltige Entscheidung: Er beschließt freier Schriftsteller zu werden. Er veröffentlichte seitdem zahlreiche Romane, die zum Teil mehrfach aufgelegt wurden und auch als Bühnenfassung ins Theater gelangten.

In seine Romane fließen immer wieder persönliche Bindungen ein – oftmals vor dem Hintergrund des Zeitgeschehens. Da geht es zum Beispiel um die Terrorismushysterie vor dem Hintergrund der RAF-Aktionen, es geht es um die Malerin Paula Modersohn-Becker, aber auch um sehr Persönliches: „Bruder Tod“, das Buch, in dem er den Freitod seines älteren Bruders zu verstehen und in Worte zu fassen versucht.

Immer wieder zieht es ihn nach Osteuropa. Die dortigen Eindrücke hält er dann in Teilen in seinen Romanen fest. Das „Internationale Schriftstellerstipendium“ der Robert-Bosch Stiftung ermöglichte ihm zum Beispiel einen einjährigen Aufenthalt in Krakau.

Michael Zeller gibt sein Wissen mit und um die Sprache gerne weiter. So entstanden unter seiner Leitung über einen Zeitraum von circa 10 Jahren in Zusammenarbeit mit Wuppertaler Realschulen und Gymnasien „Schulromane“. Auch als literarischer Mitarbeiter bei dem Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ bringt er sich ein.

Michael Zeller schlägt immer wieder einen reflektierenden Bogen von Vergangenem zu Gegenwärtigem. So hat er über 22 Folgen ein „Corona-Logbuch“ geschrieben. Die Veröffentlichung trägt den Titel „Was alles wir der chinesischen Fledermaus verdanken“. Seine jüngste Erzählung heißt „Abhauen, Protokoll einer Flucht“. Darin beschreibt er auf einfühlsame Weise die letzten Lebensmonate seiner Mutter, deren Verfall er durch regelmäßige Besuche verfolgt hat.

Michael Zeller ist Träger zahlreicher Kulturpreise, Auszeichnungen und Stipendien. Er reist gerne und viel im In- und Ausland – ein Ergebnis dessen ist das fast schon prophetische Buch „Die Kastanien von Charkiw“.

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Ebenfalls zu Gast in der Sendung ist der Wuppertaler Buchhändler Michael Kozinowski. Er ist Inhaber der Buchhandlung von Mackensen am Elberfelder Laurentiusplatz und für ihn sind Bücher „Lebensmittel“. Ohne ihn wäre das Wuppertaler Literaturgefüge nicht komplett. Er ist Kooperationspartner zahlreicher Veranstalter und initiiert oftmals selbst Lesungen. Seine Einschätzungen zum Literaturleben in der Stadt – in der Sendung.

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Ein gutes Team! Fotos: Eduard Urssu

Es moderiert Dirk Domin.


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