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Samstag, 06 Juni 2020
 
 
KiloWatt-TalKultur am Freitag, 10. April 2020, 19:04 Uhr - Karfreitag PDF Drucken E-Mail

Und das sind die Themen der Sendung:

Corona und Kreativität – Wuppertal hängt sich rein

Wuppertal zeigt in der aktuellen Krise sein großes Potential. Das beeindruckt Autor und Regisseur Torsten Krug. Er hat „vor Corona“ einen Verein zur Rettung und Neugestaltung des "Café Ada"  in der Wuppertaler Nordstadt gestartet. Und Glück in der Krisenzeit gehabt: Wegen des Virus und dem Lockdown aller nicht lebensnotwendigen Aktivitäten hatte er noch keinen Mietvertrag unterschreiben können und müssen. Aber er sieht die Notlage der freien Kunst- und Kulturszene, obwohl es ihn schwer beeindruckt, wie es im Tal auf allen Kulturkanälen funkt. Ein kleiner Ersatz für die lebensnotwendige Resonanz und eine große Unterstützung der Wuppertaler Kultur. Er wünscht sich für „nach Corona“ ein nicht nur kulturelles Reset und hofft, dass alle die Chance ergreifen, die Welt neu zu starten. Mehr zu Torsten Krug gibt es hier: www.torsten-krug.de.

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Torsten Krug und das "Ada" an der Wiesenstraße. Fotos: Brigitta Hildebrand/wiki/atamari  

Corona und Kinderbetreuung – Hilde Ronsberger hat eine Idee

Die „Trockenblumen“ – das sind Hilde und Ayshe – zwei mittelalte Freundinnen aus ganz unterschiedlichen Milieus. Dahinter stecken die Schauspielerinnen Lilay Huser und Marcia Golgowsky - beide sind auch schon lange Ensemblemitglieder des WupperTheaters. Marcia Golgowsky, die auch die Texte für die Trockenblumen-Komödien schreibt, hat sich als „Hilde Ronsberger“ nun an den heimischen Rechner gehockt und einen feinen Vorschlag zur Kinderbetreuung aufgenommen – ein Hörbeispiel für die unglaubliche Kreativität der freien Künstler, die der Coroankrise auf ihre Weise trotzen. Weitere Infos zu Marcia Golgowsky gibt es hier: www.marcia-golgowsky.de.

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Auch TeleHilde ist begeistert von modernster Kommunikationselektronik! Foto: Marcia Golgowsky

Corona und Komödie – Das leere Haus

Offiziell ist die „Stößel's Komödie“ bis zum 19. April geschlossen - eine harte Zeit für den Leiter und Inhaber des Boulevardtheaters am Karlsplatz in Wuppertal. Für die Komödie bekommt er keine öffentliche Förderung und keine Zuschauer heißt für ihn: keine Einnahmen.

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Keiner da am Karlplatz...

Und auch wenn der umtriebige Kristof Stößel auf vielen kulturellen Feldern unterwegs ist, um seinen Lebenstraum vom eigenen Theater zu halten – als Fabienne van Straten zum Beispiel oder als Baronin von Wupp – steht Stößel das Wasser bis zum Hals – und trotzdem kämpft er mit dem für ihn typischen trotzigen Humor weiter für die Bretter, die für ihn und sein Ensemble die Welt bedeuten. Sebastian Schulz berichtet.Wie man helfen kann, das erfährt man auf der Homepage: www.kstheater.de.

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...außer Kristof Stößel selbst. Fotos (2): KS

Das „TalKultur“-Gespräch „Auf ein Wort...“ - mit Dr. Gerhard Finckh

„Niemals geht man so ganz“ – dieser Ausspruch trifft auch auf Gerhard Finckh zu, der als externer Kurator an seine ehemalige Wirkungsstätte für die Ausstellung „Mehr:Wert“ das Von-der-Heydt-Museum, dessen langjähriger Leiter er war, zurückkehrt. Gerhard Finckh hat sich für die Präsentation der über 100 von 3000 Kunstwerken, die die Stadtsparkasse in den vergangenen 50 Jahren zusammengetragen hat, einen Dialog mit Werken des von der Heydt-Museums überlegt. Und das war das eigentlich Komplizierte an der Sache, denn die Sammlungen sind recht heterogen: auf der einen Seite die Sparkassensammlung mit Werken der Künstler aus der Region, auf der anderen Seite die international bekannten aus der Sammlung des Museums. Finckh, für den als Museumsdirektor der regionale Bezug eher weniger relevant war, freut sich, dass er nun auch Wuppertaler Künstler zeigen kann, wie auch schon das Titelbild des Katalogs zur Ausstellung - ein spannendes Wimmelbild vom Wuppertaler Musiker und Maler Peter Kowald – zeigt.

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Die Illustration zur Ausstellung. Foto: Brigitta Hildebrand

Der Kunsthistoriker Finckh hat den Kunstwerke-Dialog elegant in 8 Kapitel unterteilt und spannt den Bogen von „Menschen und Masken“ über Farben, Geometrie, freie Formen bis hin zum Schlußkapitel „Nähe und Ferne“. Damit kommt auch das Eröffnungsproblem in Corona-Zeiten ins Gespräch: Es gibt einen digitalen „Plan B“ für die zwar noch geplante Eröffnung der Ausstellung am 26. April 2020, die bis zum 02.August im von-der-Heydt gezeigt werden soll – aber mit diesem Plan wäre man dann auf der sicheren Seite. Weitere Infos zur Ausstellung sind hier zu finden: www.von-der-heydt-museum.de.

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Kreativ wie eh und je: Dr. Gerhard Finckh. Foto: Ralf Silberkuhl

Die „KiloWatt“-TalKultur-Veranstaltungshinweise – von und mit Dirk Domin:

Online werden aktuell in Wuppertal Eintöpfe gekocht: „Stew.one“ nennt sich eine Initiative von und für Wuppertaler Kulturschaffende. Täglich gibt es Live-Programm zu hören, unter anderem von David J. Becher und Philippine Pachl, die täglich eine Märchenstunde anbietet. „Die Börse“ an der Wolkenburg bietet jeden Freitag ab 14 Uhr einige Stunden Programm an. Es gibt auch ein Archiv der Sendungen. Alles auf www.stew.one.de // Physisches Verreisen ist im Moment schwierig. Verreisen in Bildern – das ist aktuell möglich auf der Facebook-Seite des von-der-Heydt-Museums. Den Start machte ein Gemälde von Carl Rottmann, mit einer italienischen Landschaft aus dem Jahr 1826. Alles zu sehen auf www.facebook.com/von.wuppertal. // Für die Gastronomie ist die Corona-Krise besonders schlimm: Die Existenzen von Wirten und Mitarbeitern stehen auf dem Spiel. Helfen kann da die neu gegründete Plattform „gofundme“ – in Wuppertal nehmen unter anderem die „Trattoria Taormina“ teil, das „Café du Congo“ in der Luisenstraße, das „Café Simonz“ sowie die „Brokat Bar“ am Arrenberg. Alle können mit Spenden oder Gutscheinen unterstützt werden auf www.gofundme.de. // Im Moment ist es sinnvoll, Masken zu tragen. Der Hashtag #maskeaufjetzt ist dabei zu erwähnen und in diesem Zusammenhang die Wuppertaler Designerin Anne Jonas-Ulbrich, eigentlich bekannt durch ihr eigenes Label samt Laden namens „Liebesgruss“ am Laurentiusplatz. In der jetzigen Situation näht sie bunte, tolle Masken, die gegen die Ausbreitung des Corona-Virus helfen. Die Masken werden gerne versendet. Kontaktdaten und Infos auf www.facebook.com/liebesgruss. // Und noch etwas: Viele Wuppertaler Gastronomien bieten weiterhin Speisen und Getränke zum Mitnehmen an. Unter anderem die KaffeeRösterei „ChiCoffee“, der „Trassengarten“ von Berislav Valentin am Ottenbrucher Bahnhof sowie viele weitere Lokale, wie etwa das „Von-der-Heydt-Museumscafé“ namens Muluru, was ein Ostermenü zum Abholen anbietet.

Die „KiloWatt“-TalKultur-Playlist:


Imagine Dragons – Demons
Cat Stevens - Moonshadow
Shakira – Whenever, Wherever
Red Hot Chili Peppers – Otherside
De Phazz – Jazz
McCoy Tyner – We´ll Be Together Again
John Lennon – Imagine
Justin Timberlake – 500 Miles From Home

Es moderiert Brigitta Hildebrand.


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